Unaufgeregt zum sechsten Saisonerfolg
  18.11.2019 •     TSV Schmiden Handball Männer Männer 1

Matthias Fischer bleibt von der Siebenmeter-Linie fast immer treffsicher. Foto: Patricia Sigerist

Der TSV Schmiden gewinnt gegen die Gäste der HSG Böblingen/Sindelfingen mit 28:22.

Matthias Fischer war am Sonntagabend  mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer bei den Handballern des TSV Schmiden. Doch ganz am Ende verwarf er seine makellose Bilanz. Bis zur letzten Spielminute war er von der Siebenmeter-Linie bei sieben Versuchen stets erfolgreich geblieben, doch bei seinem allerletzten Wurf scheiterte er. Das war jedoch nicht bedeutend für die Gastgeber, die zu diesem Zeitpunkt bereits mit 28:22 gegen die Gäste der HSG Böblingen/Sindelfingen führten. Dieser Spielstand blieb bis zum Schluss bestehen, und so durften die Schmidener ihren sechsten Saisonsieg in der Württemberg-Liga bejubeln. „Das war ein unaufgeregtes Spiel von uns und ein solider Sieg“, sagte der Trainer Slavko Pustoslemsek.

Die Mannschaft des TSV Schmiden möchte sich am Ende der Saison für die eingleisige Württemberg-Liga qualifizieren, das Team der HSG Böblingen/Sindelfingen dagegen kämpft gegen den Abstieg. Doch in der ersten Spielhälfte war kein großer Unterschied zu sehen, die Gäste hielten gut mit, zeigten gar sehenswerte Spielzüge. Zur Pause führte der Favorit lediglich mit 12:11. „Am Anfang waren wir schlampig im Abschluss“, sagte Slavko Pustoslemsek. Doch gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte agierten die Gastgeber konzentrierter und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich bis auf acht Tore aus. Das lag vor allem an der sehr beweglichen und fleißigen Abwehr, die immer wieder den Ball eroberte und in der Folge schnelle Konter einleitete.

Das lag aber auch am Tabellenletzten, der fortan deutlich nachließ und mit weniger Elan spielte. Und dann wurden die Schmidener Handballer im Gefühl des sicheren Sieges selbst ein wenig nachlässig. Der Spielfluss war etwas unterbrochen, als Slavko Pustoslemsek frische Akteure aufs Feld schickte und die eingespielte Formation trennte. Matthias Fischer zum Beispiel wurde jetzt zum Teilzeitarbeiter; er kam nur noch für die Siebenmeter zum Einsatz. Die Gäste verkürzten den Rückstand sieben Minuten vor dem Spielende auf fünf Treffer (20:25), doch kamen sie vor den rund 200 Zuschauern in der Schmidener Sporthalle nie so dicht ran, als dass sie noch an die Siegchance hätten glauben können.

Slavko Pustoslemsek war mit dieser Phase der Begegnung nicht zufrieden: „Ich möchte schon, dass wir konzentriert zu Ende spielen.“ Aber so richtig verärgert war er nicht, schließlich war der Sieg nicht gefährdet. In den finalen Spielminuten zogen die Gastgeber dann das Tempo wieder an. Und ganz zum Schluss kam dann auch Matthias Fischer noch einmal aufs Spielfeld, doch bei seinem letzten Siebenmeter scheiterte er. Das war am Sonntagabend jedoch nicht bedeutend für die Handballer des TSV Schmiden.

TSV Schmiden: Dürr, Maximilian Baldreich – Fischer (8/7), Holder (6), Crone (4), Kolotuschkin (4), Fesser (2), Acker (1), Fabian Baldreich (1), Lehmkühler (1), Maurer (1), Freyhofer, Klenk.

erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung