Tabellenführer und doch nicht Tabellenführer
  16.12.2019 •     TSV Schmiden Handball Männer Männer 1

Matthias Fischer (mit Ball) erzielt beim 36:30-Erfolg gegen die HSG Schönbuch neun Tore für den TSV Schmiden. Foto: Maximilian Hamm

Die Mannschaft des TSV Schmiden bezwingt in der Württemberg-Liga auch die HSG Schönbuch, muss sich aber dennoch ärgern: Der Hinspielsieg gegen den VfL Waiblingen soll nach einem Einspruch der Gäste nicht mehr in die Wertung eingehen.

Noch ein letztes Mal bilden die Mannschaft und der Trainer Slavko Pustoslemsek einen Kreis. Noch ein letztes Mal im Jahr singen und feiern die Handballer des TSV Schmiden in der Württemberg-Liga. Der 36:30-Sieg am Samstagabend gegen die HSG Schönbuch wird zum erfolgreichen Abschluss. Ärgern muss sich der Titelanwärter bloß über zwei aberkannte Punkte. Der Hinspielsieg (26:24) gegen den VfL Waiblingen soll nach einem Einspruch der Gäste nicht mehr in die Wertung eingehen.

Die nunmehr seit neun Begegnungen unbesiegten Schmidener ließen sich auch am Samstagabend vor den 220 Zuschauern in heimischer Halle nicht stoppen. Mit dem 36:30 (19:14) gegen die HSG Schönbuch gelang ihnen bereits der sechste Sieg nacheinander. Der Gegner kam ebenfalls mit einer Serie – von fünf Siegen – angereist, konnte dem Gastgeber aus Schmiden aber über das gesamte Spiel hinweg nicht viel entgegensetzen. „Ich denke, wir hatten vom Anfang bis zum Ende alles im Griff“, sagte Slavko Pustoslemsek. Seine Mannschaft trat selbstbewusst auf und konnte sich schon bis zur sechsten Minute eine Drei-Tore-Führung erspielen (4:1). Auffällig: Die ersten zwölf Treffer des TSV Schmiden erzielten an diesem Abend allesamt die klasse aufspielenden Lukas Lehmkühler, mit zwölf Treffern  am Samstag der Toptorschütze der Schmidener, und Matthias Fischer (neun Tore). Letzterer hat bis dahin 99 Treffer  in dieser Saison erzielt und steht damit auf dem zweiten Platz der Torjägerliste

Nach der 13:8-Führung in der 17. Minute verlor die Begegnung an Spielfluss, und es gab Fouls, Zeitstrafen und Nickligkeiten. Auch das Team von Slavko Pustoslemsek hatte in dieser Phase, Mitte der ersten Hälfte, keinen wirklichen Zugriff mehr auf das Spielgeschehen. Die Mannschaft fing sich aber wieder und ging mit 19:14 in die Pause. Danach kein verändertes Bild. Der TSV Schmiden war besser, eroberte immer wieder die harzige Kugel und nutzte diese Ballgewinne zu schnellen Gegenzügen und Torerfolgen.

Der TSV Schmiden befindet sich nach dem 36:30-Sieg punktgleich mit dem VfL Waiblingen (beide 19:5 Zähler) vorn in der Tabelle. Ersterer wäre eigentlich alleiniger Tabellenführer. Doch im Vorfeld der letzten Partie des Jahres wurden den Schmidenern die beiden Punkte aus dem von unschönen Szenen begleiteten Spiel am 15. September gegen den VfL Waiblingen abgezogen; der Sieg soll aus der Wertung fallen. Der VfL Waiblingen hatte Einspruch erhoben, die Schiedsrichterentscheidungen am Ende der Partie sollen nicht den Regeln entsprochen haben. Das Spiel soll neu angesetzt werden. Damit sind jetzt aber die Schmidener nicht einverstanden und legen ihrerseits Einspruch gegen dieses Urteil ein. Fortsetzung folgt.

TSV Schmiden: Maximilian Baldreich, Seibold – Lehmkühler (12/3), Fischer (9/2), Klenk (5), Kolotuschkin (4), Fabian Baldreich (2), Fesser (2), Acker (1), Crone (1), Feirabend, Maurer, Zeidler, Züfle.

erstellt von Luis Manzi von der Fellbacher Zeitung