Spitzenspiel nach Spitzenspiel
  14.02.2020 •     Handball Männer Männer 1

Wiedersehen: Moritz Klenk (mit Ball) trifft erneut auf die Waiblinger. Foto: Patricia Sigerist

Der TSV Schmiden empfängt an diesem Freitag den VfL Waiblingen zum Wiederholungsspiel und am Sonntag auch noch den drittplatzierten TSV Alfdorf/Lorch.

Das ist schon eine außergewöhnliche Situation für die Handballer des TSV Schmiden – aus verschiedenen Gründen. Zum einen hat das Team um den Trainer Slavko Pustoslemsek binnen nicht mal 47 Stunden zwei Heimspiele in der Württemberg-Liga zu absolvieren. In beiden Begegnungen geht es gegen Aufstiegskonkurrenten. Und zum anderen ist das erste Spiel eines, das es – ginge es nach den Verantwortlichen des TSV Schmiden – überhaupt nicht geben dürfte. Es ist an diesem Freitagabend, 20.15 Uhr, das Wiederholungsspiel gegen die Gäste des VfL Waiblingen, die Einspruch gegen die Wertung des Hinspiels eingelegt hatten. Aufgrund eines spielentscheidenden Regelverstoßes der Schiedsrichter wurde dem stattgegeben. Weil die Schmidener mit diesem Urteil nicht einverstanden waren, sind sie dagegen vorgegangen – eine endgültige Entscheidung soll wohl im April fallen. Die Vorgeschichte dieses Treffens bringt somit viel Brisanz mit sich. Bereits am Sonntag, 17 Uhr, gastiert dann der drittplatzierte und punktgleiche TSV Alfdorf/Lorch beim Tabellenzweiten um Moritz Klenk. „Der Fokus liegt auf dem ersten Spiel. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie jetzt ihr wahres Gesicht zeigt“, sagt Slavko Pustoslemsek, der sich an den schwachen Auftritt in Waiblingen und die 24:32-Niederlage vor genau vier Wochen noch gut erinnern kann.

Slavko Pustoslemsek weiß aber auch noch, wie sein Team beim mittlerweile annullierten 26:24-Erfolg im Hinspiel Mitte September aufgetreten ist, und das stimmt ihn positiv. An den möglichen Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga hegt er indes keine Gedanken. Ganz anders Tim Baumgart, der Trainer des VfL Waiblingen mit Schmidener Vergangenheit, der in Oeffingen wohnt. Sein erklärtes Saisonziel ist der Sprung nach oben, und als Ligaprimus haben die Waiblinger Handballer auch die besten Chancen. „Wir haben es selbst in den Händen; in den vergangenen Jahren sind wir immer nur hinterhergehechelt“, sagt der Gästecoach. 2019 beendeten sie die Saison mit einem Punkt Rückstand auf den SV Fellbach auf dem dritten Platz, und auch im Jahr davor hatten sie zwei Mannschaften vor sich gelassen. Tim Baumgart rechnet mit einer vollen Halle, einer tollen Stimmung und einer besseren Vorstellung seines Teams als bei dessen Gastspiel im September.

Für die Handballer des TSV Schmiden steht am Samstag ein regeneratives Training auf dem Programm, sie müssen ja am Sonntag noch einmal daheim gegen ein Topteam der Württemberg-Liga antreten. Die erste Begegnung mit dem Verbund des TSV Alfdorf/Lorch hatten sie nach einer guten Leistung mit 33:25 gewonnen. Zuletzt sind der ehemalige Profi-Handballer Adrian Pfahl und seine Teamgefährten zehnmal ohne Niederlage geblieben.

erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung