Nach der Durststrecke geht das Feiern fast wie früher
  16.08.2021 •     TSV Schmiden Handball Jugend Männer Frauen

Wer mitfeiern wollte, musste geimpft, genesen oder getestet sein. Foto: Eva Herschmann

Die Gäste strömen am Wochenende in Scharen zur Brunnenhocketse der Handballer beim Großen Haus in Schmiden.

Die Handballer des TSV Schmiden haben mit der Brunnenhocketse ein Stück Normalität in den Flecken zurückgebracht. Nach der langen Durststrecke war der Andrang entsprechend groß. Aber die Besucher sind gerne in der Schlange angestanden, um auf das abgeschlossene Festgelände zu kommen. Denn wer geimpft, genesen oder getestet war und sich am Eingang per Luca-App oder schriftlich registriert hatte, konnte bei bestem Sommerwetter am Samstag und Sonntag rund ums Große Haus fast wie früher feiern. „In dem vorgegebenen Rahmen konnte sich jeder frei bewegen, und alle durften auch ohne Abstand zusammenhocken“, sagt Sven Zeidler, der stellvertretende Abteilungsleiter.

Es gehört zur Mentalität von Sportlern, dass sie bereit sind, auch mal ein Risiko einzugehen. Die Handballer aus Schmiden taten es nun bereits zum zweiten Mal. Schon 2020 hatten sie mit der Brunnenhocketse dem Virus und der Pandemie erfolgreich die Stirn geboten. Auch für die 18. Auflage des Traditionsfests am Wochenende hatte die Abteilung alle Hebel in Bewegung gesetzt.Sogar ein mobiles Testzentrum mit kostenlosen Schnelltests für Besucher hatten die Organisatoren aufgeboten. Das aufwendige Vorsorgekonzept ist aufgegangen. Die Gäste strömten an beiden Tagen in Scharen auf den Otilia-Frech-Platz. „Wir wollten mit der Hocketse zeigen, was möglich ist und hoffen auf Nachahmer“, erläutert Sven Zeidler.

Nicht nur Schmidener, Oeffinger und Fellbacher, sondern auch zahlreiche Auswärtige nahmen das lange vermisste gesellige Angebot mit Freuden an. Und die Mehrzahl der rund 750 Gäste an den beiden Tagen sei auch geimpft gewesen, berichtete Sven Zeidler. „Wir haben insgesamt 75 Schnelltests gemacht.“ Die meisten hätten mit den Vorgaben und dem Prozedere der drei „Gs“ keine Probleme gehabt, erklärte der stellvertretende Abteilungsleiter. Nur ein paar wenige, die sich vorher nicht richtig informiert hatten, hätten sich über die Einlasskontrollen beschwert. Ein Ehepaar, das spontan vorbeikommen wollte, aber die Impfpässe nicht dabei hatte, kam am nächsten Tag mit vollständigem Impfnachweis wieder, berichtet Zeidler. Denn nur dank der strengenAuflagen war es möglich, dass, anders als im Vorjahr, auf Abstand verzichtet werden konnte und auch wieder Live-Musik spielte. Die Band Rewind um den Schmidener Dietmar „Baffe“ Schaffer umrahmte mit Rock- und Popklassikern das Fest.

Kurz vor 21 Uhr am Samstag mussten die Helfer am Eingang kurzzeitig die Schotten dicht machen. Die Obergrenze von 200 Gästen auf dem Gelände war erreicht. Wer noch nicht drin war, musste eine Weile warten. Aber das habe die Leute nicht gestört, berichtet Sven Zeidler. „Alle waren dankbar, dass wir die Hocketse gemacht haben.“ Und da reichlich getrunken und gegessen wurde – „Wir waren zum Ende ausverkauft“, sagte Zeidler – klingelte auch die Vereinskasse.

erstell von Eva Herschmann von der Fellbacher Zeitung