Mit schnellem Angriff und flexibler Abwehr
  06.09.2019 •     Handball Männer Männer 1

Der TSV Schmiden startet am Samstag, 20 Uhr, bei der SG Schozach-Bottwartal in die Saison.


Jan Hellerich und kurzfristig auch Jan David sind dem Ruf in die dritte Liga zum SV Kornwestheim gefolgt. Es sind nicht die ersten beiden Spieler, die den Weg von den Handballern des TSV Schmiden nach oben gegangen sind. Marco Kolotuschkin, Lucca Holder oder auch Tim Scholz hatten es ihnen vorgemacht. Doch manchmal kehren sie dann auch wieder zurück, sehr zur Freude des Schmidener Abteilungsleiters Wolfgang Bürkle. Im vergangenen Jahr hatte Marco Kolotuschkin sich erneut dem TSV Schmiden in der Württemberg-Liga angeschlossen, jüngst beendete Lucca Holder sein Engagement beim Drittliga-Absteiger TSV Neuhausen/Filder und spielt nun wieder für seinen Heimatverein. Ganz neu in Schmiden ist der Trainer Slavko Pustoslemsek, der zuvor das Team der SG Schorndorf in der Landesliga verantwortet hat. Gemeinsam haben sie in dieser Saison, die am Samstag, 20 Uhr, mit einem Auswärtsspiel bei der SG Schozach-Bottwartal beginnt, ein Ziel: die eingleisige Württemberg-Liga zu erreichen. Dafür ist am Ende der Runde nach Lage der Dinge mindestens der siebte Tabellenplatz gefordert. Die hinteren Mannschaften werden in der dann neu eingeführten Verbandsliga zum Einsatz kommen.

Mit der Saisonvorbereitung ist Slavko Pustoslemsek zufrieden, auch wenn er das erste Spiel unter Wettkampfbedingungen mit seiner neuen Mannschaft verloren hat: Im Pokalwettbewerb unterlag das Schmidener Team am vergangenen Samstag beim Ligakonkurrenten TV Neuhausen/Erms mit 28:31. Speziell im Abwehrverhalten sah der Coach noch deutliches Steigerungspotenzial. „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen“, sagt Slavko Pustoslemsek, der im ersten Ligaspiel auf Moritz Klenk (Urlaub) verzichten muss.

Nach dem Abgang des Tormanns Jan David liegt die Verantwortung zwischen den Pfosten nun vermehrt bei Maximilian Baldreich; doch auch Marc Dürr, der aus der eigenen Jugend entwächst und bereits Luft in der Württemberg-Liga schnuppern durfte, wird in dieser Saison vermehrt Spielanteile bekommen. „Im Tor sehe ich keine Schwachstelle, da habe ich absolutes Vertrauen. Maximilian hat sich bisher sehr gut präsentiert, und Marc ist ein Toptalent“, sagt der Trainer des TSV Schmiden. Doch die Tormänner sind auf eine funktionierende Abwehrreihe angewiesen, und hier arbeitet Slavko Pustoslemsek noch an den Details. Im Innenblock werden Moritz Klenk, Lukas Lehmkühler, Fabian Baldreich oder auch Matthias Fischer stehen; und weil der Schmidener Trainer hier flexibel sein möchte, plant er auch mit Marco Kolotuschkin als vorgezogenem Akteur, der den Spielaufbau des Gegners frühzeitig stören soll.

Im eigenen Angriff setzt Slavko Pustoslemsek dagegen auf die Spielmacher Lukas Lehmkühler – und Lucca Holder: „Ein extrem wertvoller Spieler, der keine Eingewöhnungszeit braucht.“ Gut für den TSV Schmiden, dass er den Weg zurück zu seinem Heimatverein gefunden hat.
 


TSV SCHMIDEN
Trainer: Slavko Pustoslemsek

Kader: Maximilian Baldreich, Marc Dürr (eigene Jugend) – Daniel Fesser (TV Neuhausen/E. II), Tobias Maurer (SG BBM Bietigheim A-Jugend), Matthias Fischer, Lukas Lehmkühler, Christian Müller, Marvin Züfle, Marco Kolotuschkin, Christoph Acker, Lars Crone, Nico Freyhofer, Moritz Klenk, Tobias Pichler (SV Kornwestheim, früher HSC Schmiden/Oeffingen), Fabian Baldreich, Lucca Holder (TV Neuhausen/F.)

Abgänge: Jan David (SV Kornwestheim), Mirko Büchte (VfL Waiblingen), Jan Hellerich (SV Kornwestheim), Simon Junker (pausiert), Benedikt Krauß, Sebastian Stump (inzwischen Sportlicher Leiter)

Saisonziel: Qualifikation für die eingleisige Württemberg-Liga (mindestens sechster Platz)

Meisterschaftstipp: SV Leonberg/Eltingen, VfL Waiblingen


erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung