Handballkrimi in Heiningen

  23.09.2026    Männer 1
Für die Handballer des TSV Schmiden setzte es im dritten Spiel der noch jungen Regionalliga Saison am vergangenen Samstag die erste Niederlage. Die Pumas mussten sich beim letztjährigen Dritten und Aufstiegsaspiranten TSV Heiningen am Ende denkbar knapp mit 33:32 geschlagen geben. Die Zuschauer in der Voralbhalle sahen dabei 60 körperbetonte und intensive Minuten Handball mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber.

„Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute einem absoluten Top Team der Liga über 60 Minuten Paroli geboten. Es ist sehr schade, dass wir am Ende nicht Zählbares mitnehmen. Das war heute eigentlich ein typisches Unentschieden Spiel“, so Trainer Richard Babjak.


In der Tat konnte sich während der gesamten Spielzeit kein Team mit mehr als 2 Toren absetzen. Die Schmidener kam etwas besser ins Spiel und führten 0:2. Das ließ Heiningen aber nicht lange auf sich sitzen und stellte mit einem eigenen 3 Tore Lauf auf 3:2. Dieser Verlauf änderte sich auch bis zur Halbzeit nicht. Angetrieben von den agilen Rückraumspielern Joey König und Eric Geßwein versuchten die Pumas Mal für Mal den eigenen Vorsprung zu vergrößern. Für Heiningen war es vor allem Außenspieler Tony Abele der in der ersten Halbzeit mit einigen Toren dafür sorgte, dass seine Farben mit einer 16:15 Halbzeitführung in die Kabine gingen.


In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein hochspannendes und vor allem attraktiv anzuschauendes Handballspiel in dem vor allem die Schiedsrichter immer mehr in den Mittelpunkt rückten. Kurz nach der ersten 2 Tore Führung der Pumas in der zweiten Halbzeit (24:26, 47.), erhielt nicht nur Eric Geßwein eine strittige 2 Minuten Strafe. Paul Feierabend wurde von den Unparteiischen sogar des Feldes verwiesen. Heiningen nutzte diesen Vorteil im Stile einer Spitzenmannschaft und sorgte ihrerseits für eine 28:26 Führung. Doch auch dieser Rückstand ließ das junge Puma Team kalt. Über 28:28 und 30:30 blieb das Spiel bis in die Schlussminute offen. Heiningens Kohnle und Abele legten abermals vor, Schmiden konterte durch Treffer von Timo Baur und Eric Bühler. Somit stand 9 Sekunden vor Schluss bei der letzten Heininger Auszeit ein 32:32 auf der Anzeigetafel. Das wohl gerechte Ergebnis für diesen Abend, das war auch der Tenor aller Beteiligten nach dem Spiel in der Halle. Aber Handball ist nicht immer gerecht. Nach einem, in Anbetracht der Spielphase, sehr umstrittenen 7-Meter-Pfiff konnte Moritz Fink nach Ablauf der Spielzeit die Chance nutzen und den Heimsieg für die Staren aus Heiningen eintüten. Für die Pumas bleibt am Ende vor allem der Stolz auf die eigene Leistung, auch wenn die Enttäuschung nach so einem Spiel natürlich überwiegt.

 

Autor: Magnus Riegel

 

Bild: just.some_streetart