Mirko Büchtes Stärke beim Strafwurf
  29.10.2018 •     Handball Männer Männer 1

Mirko Büchte erzielt mehr Tore als jeder seiner Schmidener Teamgefährten, allesamt von der Siebenmeterlinie. Foto: Tom Bloch
Die Mannschaft des TSV Schmiden gewinnt ihr Heimspiel in der Württemberg-Liga gegen die HSG Schönbuch mit 35:30, auch weil der treffsichere Werfer acht Tore von der Siebenmeterlinie beisteuert.

Die gewohnte Spielposition von Mirko Büchte ist die rechte Außenbahn. Dort wartet er im geordneten Angriffsspiel auf den passenden Moment, um an den Ball zu kommen und diesen oftmals zielsicher zu verwerten. Auch bei Gegenstößen ist Mirko Büchte bei den Handballern des TSV Schmiden einer der ersten Passadressaten. Doch am Samstagabend hat der flinke Linkshänder auf der rechten Außenbahn vergeblich auf den passenden Moment gewartet, und auch bei den Kontern ging er leer aus. Dennoch war Mirko Büchte, der zur Saison 2011/2012 vom nordrhein-westfälischen Drittligisten HSE Hamm zum TSV Schmiden gewechselt war, mit acht Toren der erfolgreichste Werfer seines Teams, das in der Württemberg-Liga gegen die HSG Schönbuch mit 35:30 (19:17) gewann. Er fokussierte sich ausschließlich auf seine dritte Stärke: den Strafwurf von der Siebenmeterlinie. Und wäre Mirko Büchte nach der Pause nicht mehr auf das Feld zurückgekehrt, er wäre als 100-Prozent-Mann auf dem Spielberichtsbogen aufgetaucht. Doch gleich nach dem Seitenwechsel warf er den Ball bei seinem neunten Versuch über das Gehäuse; wenig später wechselte der Trainer Henning Fröschle seinen besten Torschützen aus, für ihn kam Sebastian Stump ins Spiel.

Henning Fröschle, der den Schmidener Verbund gemeinsam mit Gregor Schäfer anleitet, erwartet sich von seinen Außenspielern grundsätzlich ein wenig mehr Teilnahme am Angriffsspiel, oft sind sie in ihren Ecken nur mit einiger Mühe aufzufinden. Doch Mirko Büchte trat ja am Samstag vor den etwa 120 Zuschauern in der heimischen Sporthalle zumindest beim Siebenmeter immer wieder erfolgreich in Erscheinung. Im Gesamten war der Coach zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, die erst nach der Pause mal eine etwas schwächere Phase hatte. Da traf es sich aber ganz gut für die Gastgeber, dass zugleich auch die Handballer der HSG Schönbuch schwächelten und oftmals am Tormann Maximilian Baldreich scheiterten.

Und so gerieten der Kapitän Simon Junker und seine Mitspieler nie in Rückstand, auch wenn die Wurfquote aus dem Rückraum am Samstag unterdurchschnittlich war. Zwar glichen die Gäste zu Beginn der zweiten Spielhälfte zweimal aus, mehr war für sie jedoch nicht drin. „Es gab mal einen Moment, in dem die Begegnung hätte kippen können, doch zehn Minuten vor Schluss haben wir das Spiel entschieden“, sagte Henning Fröschle, der auf die verletzten Marco Kolotuschkin, Lars Crone und Moritz Klenk verzichten musste.

Aufseiten des Gegners überzeugten Tom Schulcz oder auch Sven Artschwager; mit ihnen hatte die Schmidener Abwehrformation ihre Schwierigkeiten. Erst als Nico Freyhofer aushalf, bekam sie die beiden besser in den Griff, was dem Einwechselspieler ein Sonderlob seines Trainers einbrachte. Das hatte ja auch schon Mirko Büchte erhalten, der mit acht verwandelten Siebenmetern in der ersten Spielhälfte am Samstag der erfolgreichste Werfer bei den Handballern des TSV Schmiden war.

TSV Schmiden: David, Maximilian Baldreich – Büchte (8/8), Fabian Baldreich (5), Hellerich (5), Fischer (4), Lehmkühler (4), Junker (3), Müller (3), Acker (2/1), Freyhofer (1), Stump.

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erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung