Die letzte Ansprache des Trainers
  28.11.2018 •     Handball Frauen Frauen 1

Thomas Fürst leitet künftig nicht mehr die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen an. Foto: Patricia Sigerist
Thomas Fürst verlässt das Team des HC Schmiden/Oeffingen nach enttäuschenden Vorstellungen und Ergebnissen in der Württemberg-Liga der Frauen.

Für den Sportlichen Leiter Sven Zeidler war das Telefongespräch mit dem Trainer Thomas Fürst kein besonders erfreuliches. „Wir haben ihm viel zu verdanken, es ist schon fast tragisch, dass es jetzt so endet“, sagt Sven Zeidler. Doch nach zuletzt enttäuschenden Vorstellungen und Ergebnissen der Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen haben sich beide Seiten auf eine Trennung geeinigt. Auf Thomas Fürst folgt nun interimsweise sein bisheriger Assistent Thomas Rost.

Thomas Fürst hatte die Schmidener  Handballerinnen vor der Saison 2015/2016 übernommen und sie zunächst in der Landesliga vor dem Abstieg bewahrt. Bereits in der folgenden Runde gelang ihnen der Sprung in die Württemberg-Liga, die sie am Ende der vergangenen Spielzeit dann auf dem vierten Platz abschlossen. In dieser Saison wollte das Team unter neuem Namen – HC Schmiden/Oeffingen – den nächsten Schritt nach oben schaffen. Nach zehn Spieltagen stehen die Handballerinnen mit fünf Punkten nun jedoch auf dem letzten Tabellenplatz. „Wir haben immer wieder Dinge verändert in dieser Saison,  ich habe mich die ganze Zeit hinterfragt, was wir noch anders machen können; aber die Veränderungen wurden nicht von allen angenommen“, sagt Thomas Fürst, der vor seinem Engagement bei den Frauen bereits die A- und B-Jugendlichen des HSC Schmiden/Oeffingen betreut hatte. Thomas Fürst nannte in den vergangenen Wochen auch die mangelnde Vorbereitung, das Fehlen von Führungsspielerinnen nach den Abgängen von Susanne Castor, Judit Lukacs und Sarah Kurzweg sowie die Tatsache, dass die Spielerinnen nicht zu einer Einheit zusammengefunden haben, als Erklärungen für die Leistungen des Teams.

„Es ist jetzt fünf vor zwölf im Kampf gegen den Abstieg, alle müssen aufwachen und an einem Strang ziehen“, sagt Sven Zeidler, der spätestens in der Weihnachtspause einen neuen Trainer präsentieren möchte. Am Dienstagabend war Thomas Fürst noch einmal im Training. Es war seine letzte Ansprache vor den Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen.

erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung